P-Schicht

Seit einigen Tagen lungern in der Hafenstrasse rund um der Hafenvokü und Hafentreppe P-Schichtler_innen rum ( Zivis ) !
Lasst euch nicht nerven und seid wachsam!

Auszug aus einer alten Zeck

Die P-Schicht ist eine zivile Sondereinheit, die im Schanzenviertel operiert und der Polizeiwache 16 zugeordnet ist. Sie soll sich Orts- und Milieukenntnisse aneignen und vermeintlich aktive Personen erkennen.
Von Anfang an gab es personelle Kontinuitäten zwischen der P-Schicht und ihrer, erst nach massiven politischen Druck aufgelösten Vorgängerformation der E-Schicht. Im Unterschied zur E-Schicht soll die P-Schicht jedoch nicht mehr explizit nur gegen die Politszene eingesetzt werden, sondern vor allen gegen die Drogenszene im Schanzenviertel. Die Erfahrungen mit solchen geschlossenen zivilen Sondereinheiten zeigen, daß die ihnen zu geschriebene „Effektivität und Entschlossenheit“ zu einem besonderen Chordenken und Elitebewußtsein führt.

Vor diesem Hintergrund wird immer deutlicher, daß die P-Schicht eine Einheit mit dubiosen Auftrag ist, die losgelöst von interner Kontrolle, bezüglich ihrer Strategien und Konzepte ein Eigenleben entwickelt. Mit dem ihr eigenen „Korpsgeist“ versucht die P-Schicht ihren Feldzug für eine sauberes Viertel durch zu setzen. Sauber heißt in diesem Zusammenhang:
Vertreibung der sogenannten Drogenszene (ungeachtet der Tatsache, daß es kein auch nur annähernd sinnvolles drogenpolitisches Konzept gibt)
Kontrolle von nicht deutschen Menschen im Rahmen der heutigen restriktiven Ausländerpolitik der BRD und die Ahndung von Verstößen gegen die Ausländergesetze.
Aufklärung, Einschüchterung und Bekämpfung der linken und linksradikalen Strukturen
Bei der Durchsetzung dieser Ziele, ist der P-Schicht ihr eigener „legaler“ Rahmen zunehmend egal. So werden Einsätze ohne rechtliche Grundlagen durchgeführt. Tatvorwürfe konstruiert. Eingeschüchtert. Mißhandelt. Und, und …. Betroffen von dieser Einheit sind vor allem vermeintliche Angehörige der Drogenszene oder Schwarze, die aufgrund ihrer Hautfarbe offenbar grundsätzlich der Dealerei verdächtigt werden. Die Spitze des Eisberges, die in diesem Zusammenhang bekannt wurde, ist der gewalttä-tige Übergriff auf Alimang Sawo. Er wurde von Uwe Engelbrecht und Carsten Schwertfeger, zwei Ex E-Schicht- heute P-Schicht-Bullen als Dealer verdächtig und vor der Roten Flora kontrolliert. Im Anschluß an die Kontrolle wurde Alimang Sawo von eben diesen Bullen verschleppt und mißhandelt. Es kann aber mit ziemlicher Sicherheit davon ausgegangen werden, daß die Dunkelziffer unbekannt gebliebener Mißhandlungen in diesem Milieu wesentlich höher ist. Insbesondere weil schwarze MigrantInnen häufig nicht die Möglichkeit haben solche Vorfälle öffentlich zu machen.
Aber auch bei der Verfolgung von linken und linksradikalen Strukturen wird das besondere Interesse dieser Bluthunde deutlich. Bereits im Vorfeld strafrechtlich nicht relevanter Aktionen und Veranstaltungen, schnüffelt und observiert die P-Schicht in nachrichtendienstlicher Manier im Stadtteil. Ohne konkreten Anlaß werden Personen aus dem Schanzenviertel so zu virtuellen Täterkreisen konstruiert und im Alltag beobachtet. Menschen, die Umstrukturierungsprozesse im Stadtteil nicht widerstandslos hinnehmen wollen oder die sich politisch gegen Drogenverbote und Platzverweise positionieren, erfahren schnell eine besondere Aufmerksamkeit durch die Beamten der P-Schicht. Mit konstruierten Tatvorwürfen, wie z.B. Widerstand und Nötigung, versuchen die P-Schichtler dann Menschen einzuschüchtern. Auf diese Weise soll legitimer Widerstand und eine kritische Öffentlichkeit kriminalisiert werden.
Aus diesem Grund fordern wir Betroffene auf uns ihre Erfahrungen zugänglich zu machen. Alle andern fordern wir auf den Bütteln auf die Finger zu schauen und einzugreifen.
Informationen sind eine Waffe!
Schaut nicht weg ! Greift ein!
Auflösung aller polizeilichen Sondereinheiten!

Da es in der Hafenstrasse & Bernhard-Nocht-Strasse vermehrt zu Einsätzen der P-Schicht kommt, bald täglich rassistische Kontrollen stattfinden, ziert seit Donnerstag eine Wandtapete die Wand der HafenVokü.

hafenvokü

No Cops -No Problem!
Schluß mit den rassitischen Kontrollen!
Gegen Vertreibung und Law&Order Mentalität hier und überall!
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