Archiv für Februar 2013

Hausdurchsuchungswelle gegen Journalist*innen

Seit heute morgen 6h werden/wurden in Berlin, Frankfut a.M. und Freiburg Räume von Journalist*innen durchsucht. 2012 fand am 31.März (M31) ein Antikapitalistischer Aktiontag in Frankfurt am Main statt. Auf der bundesweiten Demonstration im Rahmen des antikapitalistischen Aktionstages „M31″ haben 6000 Menschen gegen die neoliberale und autoritäre Krisenpolitik der EU demonstriert. Zeitgleich fanden in über dreißig europäischen Städten Demonstrationen und Besetzungen statt, u. a. in Madrid, Athen, Mailand, Zagreb, Wien, Uetrecht, Moskau und Kiew. In Redebeiträgen und Grußbotschaften wurden die dramatischen Auswirkungen der aktuellen Krisenpolitik in verschiedenen europäischen Ländern thematisiert.

Freiburg ( linksunten ):
„Heute morgen wurde eine Wohnung in Freiburg vom Freiburger Staatsschutz zusammen mit dem Frankfurter Staatsschutz durchsucht. Der Betroffene, ein freier Fotograf, soll bei M31 in Frankfurt Fotos der Demonstration gemacht haben, möglicherweise auch von Straftaten. Er selbst habe keine Straftaten begangen, sondern lediglich diese dokumentiert.

Beschlagnahmt wurden ein PC, ein Laptop, Handys und diverse Speichermedien. Auch die Zimmer der anderen in der Wohnung lebenden Menschen wurden betreten und teilweise fotografiert, ohne dass es dafür eine rechtliche Grundlage gab.

Auf diese Daten als Beweismittel hatten es die Bullen abgesehen. Dieses Vorgehen zeigt nochmals deutlich die Dringlichkeit, sich mit Sicherheitsmaßnahmen vertraut zu machen. Jede*r kann in das Visier der Bullen geraten auch ohne selbst an „Straftaten“ beteiligt zu sein. Das Vorgehen der Bullen hier zeigt auch nochmal, wie wichtig es ist, im Kopf zu haben, dass Fotos von Demonstrationen von ihnen gerne gegen Demonstrant*innen verwendet werden.

Schützt euch selbst, verschlüsselt alle Daten.“

Berlin & Frankfurt ( ebenfalls linksunten ):
Heute morgen wurden zwei Wohnungen in Frankfurt und Berlin durchsucht. Der betroffene Aktivist soll bei M31 in Frankfurt Fotos der Demonstration gemacht haben, möglicherweise auch von Straftaten. Der Aktivist selbst habe keine Straftaten begangen, sondern lediglich diese dokumentiert.

Auf diese Daten als Beweismittel hatten es die Bullen abgesehen. Dieses Vorgehen zeigt nochmals deutlich die Dringlichkeit sich mit Sicherheitsmaßnahmen vertraut zu machen. Jede*r kann in das Visier der Bullen geraten auch ohne selbst an „Straftaten“ beteiligt zu sein. Das Vorgehen der Bullen hier zeigt auch nochmal, wie wichtig es ist, im Kopf zu haben, dass Fotos von Demonstrationen von ihnen gerne gegen Demonstrant*innen verwendet werden.

Schützt euch selbst, verschlüsselt alle Daten.

    Anm.: In Berlin sind es 5 Dursuchungen

Ein kleiner Aufruf der Filmpiraten zu den Durchsuchungen findet Ihr hier: www.filmpiraten.org

Filmclub Moderne Zeiten 08.02.

Filmclub Moderne Zeiten zeigt: Zeit für Zeugen – eine Hommage an Ettie und Peter Gingold
Freitag den 08.02.2013 um 20 Uhr, Volxküche, Hafenstrasse 116, 20359 Hamburg.
Eintritt frei, Spenden erwünscht !

Der Film erinnert an das Lebenswerk von Ettie und Peter Gingold, die beide als junge Erwachsene während der Okkupation des faschistischen Deutschland in der französischen Widerstandsbewegung Résistance kämpften. Sie leisteten entschiedenen Widerstand unter Einsatz ihres Lebens, waren 1944 an der Befreiung von Paris beteiligt und blieben ihr Leben lang als Kommunisten und Antifaschisten in der BRD aktiv im Einsatz für eine freie und demokratische Gesellschaft. Insbesondere engagierten sie sich gegen jede Tendenz von neuem Faschismus, Antisemitismus und Rassismus. Als Zeitzeugen traten sie vor Schulklassen, Jugendgruppen und auf Demonstrationen und Kundgebungen auf.
Der Film beinhaltet Interviews mit den Gingolds, historische Aufnahmen sowie Interviews mit 24 Weggefährten.

Autoren: Mathias Meyers, Tidi von Tiedemann.
Gingold-Initiative