Archiv für Februar 2016

Erneuter Angriff auf die Hafenstraße 23.02

Heute gab es gegen 15:45 einen erneuten gewaltsamen Großeinsatz auf Passant*innen und Anwohner*innen auf und in Privaträumen ( eine Anwohner*in wurde in Ihrer Wohnung angegriffen) der Hafenstraße!
Durch u.a. Pfefferspray wurden min. 4-5 Anwohner*innen und 1 Cop ( eigenes Pfeffer!) verletzt.

Min. 2 PoC wurden brutal mitgenommen und noch bis in die Peterwagen angegangen ( da waren sie schon gefesselt! )

Mal wieder „glänzten“ primär die eingesetzten Zivilbeamte durch besondere Aggresivität. Die direkt eingesetzten Uniformierten versuchten Ihnen nachzueifern.

Uniformierte versuchten durch Griffe in Kameras und Handys eine Dokumentation Ihres Einsatzes zu verhindern.

Eine Einsatzleitung gab es laut eingesetzten Beamt*innen nicht „Wir fahren hier eine eigenständige Aktion“

Zwischenzeitlich wurde die Hafenstraße in Fahrrichtung Fischmarkt gesperrt.

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Dies nur als eine kleine Info.

Achtet auf Ankündigungen.

Dies wird nicht enden wenn wir es nicht gemeinsam beantworten.

Heute 22.02 Lampedusa-Vokü

Comme chaque lundi, le groupe „Lampedusa in Hamburg“ cuisine un plat simple, délicieux et vegane, se réjouit de nouvelles recontres et de nouveaux visages. Pour finir agréablement la soirée un film original avec sous-titre est souvent projeté en francais, bambara (Mali), ou moré (Burkina Faso).

La Vokü Lampedusa ouvre chaque lundi a partir de 20h, sauf le 1er lundi du mois.
Plus tôt tu viens plus tu as de la chance d‘avoir à manger!

Depuis quelques mois, à „Hafenstrasse“ et aux alentours (Sankt Pauli) la police procède régulièrement à des contrôles au fasciès ( Racial Profiling = profilage raciste ).
Ces contrôles sont accentués après les week-ends. LeS groupeS de la HafenVokü se rejouiraiENT d‘une solidarité afin de prévenir tout-abus policier.

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Wie jeden Montag kocht die Gruppe einfache leckere vegane Gerichte und freut sich über neue und bekannte Gesichter.
Im Anschluss der Vokü wird fast immer ein Film gezeigt, viele sind Omu, manche sind französisch und wenige sind im Original z.B. Bambara (Mali,Burkina Faso…)

Die Lampedusa-Vokü öffnet „jeden“ Montag ( bis auf den 1.ten Montag im Monat! ) ab 20h die Tür.
Früh kommen erhöht die Chance ein Essen zu bekommen!

Da seit Monaten die Polizei regelm. Racial Profiling in der Hafenstr. und Umgebung betreibt, gerade nach dem Wochenenden, würde sich die Vokü-Gruppe(n) freuen wenn solidarische Menschen den Cops mal auf die Finger schaut.

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N‘ dene wo n‘ dene „Lampedusa in Hamburg“ djama be dumuni duma tobi ni moro kura nana aw be sewa.
O kofe a be filimin ladje ngnogo fe.
A sebe nindo bambara kala waly ma francais la waly ma mossi kana.

Lampedusa Vokü mogowu be da yele 20″ ni kalo n‘ dene falo te.
Ni mana djona y be soro dumuni bana.


Kabini kalo dama temene „Hafenstrasse“ kerela mini bela Policiu be siawoloma segue segue like. Niu be segue segue lini kela u be farafiu doron de segue segue la.
Dogo kun konolala u be segue segue like sibiri ani karidon dela kosobe. Vokü moro be sewani moro sena kabe wallasi Policiu ka segue segue li be tagna moro ma.

Kollektiv OrangoTango
( Picture by OrangoTango )

https://pbs.twimg.com/media/CQuW41qWsAAtlkE.jpg:large
Bild gefunden bei „Here To Stay“

From KoZe to HafenVokü

No justice! No peace! – Stop Racial profiling in Hamburg – solidarity with our comrades of the HafenVoKü

Created by: kollektives Zentrum Hamburg. Created on: 17.02.2016 – 17:06.

Kollektives Zentrum Hamburg KoZe

Since one and a half years already, Hamburg Police increased its‘ intensity of identity checks based on racist criteria (racial profiling). Especially places highly frequented by people with a biography of migration and flight, like the area around the main station nearby koZe, but also the „Hafentreppen“ in St. Pauli, where there exist many solidarity-networks for refugees, are affected.

Racist identity checks are performed to find migrants and refugees, who do not fulfill the criteria of the german right of residence or asylum law (which has basically been destroyed throughout the last decades) and finally aims at their deportation. This applies huge pressure on people without papers, who are therefore kept from being able to use those places, that provide supportin solidarity as well as political exchange and networking.

It’s no coincidence, that the police picks out places like Hafenstraße to increase their presence. Places like the Hafenstraße contribute to overcome the individualization and isolation of people, who are excluded from social and political participation. Here it is tried to act as a counterbalance against the everyday life in professional social service for refugees, in which certain people are degraded as supplicants. Instead, those people are enabled to have access to political resources of leftists, to be able to develope a political answer to repression and exclusion.

The police raid at HafenVoKü is another example of Hamburg police acting as a political player to oppress antiracist struggles with a permanent scenario of fear and threat.

Obviously german police isn‘t worried about the rise of right-wing politics and the racist rollback currently happening in Germany, but instead feels affirmed to offensively attack leftist projects in a number of cities.

That makes us concerned and angry, but does not surprise us.

We will not stand-by passively, watching the formation of a german mob and will not stand police acting as a reactionary avantgarde attacking migrant and left structures!
KoZe stands in solidarity with all people affected by racial profiling! They picked out Hafenstraße, but affected all of us! No justice, no peace, fight the police!

----- Solidarische Grußbotschaft gefunden auf linksunten.indymedia.org -----

AntiRepressionsKneipe Februar

Jeden dritten Freitag im Monat laden die Hafenvokü, EA Hamburg, Out of Action und Rote Hilfe Hamburg ein zur Antirep-Kneipe in der Hafenvokü.

Das Thema der Veranstaltung am 19.02.16 ist der Breite-Straße-Prozess:

Stand der Dinge, Bericht aus dem Prozess, Blick zurück und nach vorn. Dazu Diskussion, wie die Betroffenen unterstützt werden können.
Weitere Infos: https://breitesoli.noblogs.org/

#BreiteSoli

Ab 20 Uhr gibts Essen (Vegan), um 21 Uhr geht die Veranstaltung los.

St. Pauli Hafenstraße 116
( nicht barrierefrei )

Wir freuen uns auf Euch,
Hafenvokü, EA Hamburg, Out of Action, Rote Hilfe Hamburg

Februar Filmclub

Der Filmclub Moderne Zeiten zeigt:

„Moorsoldaten in Norwegen“
am 12. Februar 2016 um 20 Uhr
Hafenstraße 116, 20359 Hamburg
Eintritt frei, Spenden erwünscht!

Moorsoldaten – so nannten sich die politischen Gefangenen in den Emslandlagern, die als erste von den Nazis ausgeschaltet wurden. Ab Kriegsbeginn kamen dort dann Strafgefangene der Wehrmacht, Kriegsdienstverweigerer und Deserteure hinzu. Von ihnen wurden 1942 ca. zweitausend Gefangene zur Zwangsarbeit ans Nordkap verfrachtet, um für die OT (Organisation Todt) unter menschenunwürdigen Bedingungen Verteidigungsanlagen und Straßen zu bauen und diese im Winter schneefrei zu halten.
Film (40 min)

http://www.bildungswerk-friedensarbeit.org/wp/2015/04/ausstellung-moorsoldaten-in-norwegen/

Zum Umgang mit Verdeckten Ermittler_innen in unseren Zusammenhängen

Published by ea-hh on 19/01/2016

Nachdem im November 2014 die verdeckte Ermittlerin (VE) Iris Plate alias „Iris Schneider“ enttarnt wurde, flog im August 2015 mit der Enttarnung von Maria Böhmichen alias „Maria Block“ eine weitere VE auf. Derzeit läuft von staatlicher Seite die „Aufarbeitung“ der Einsätze und es wird verhandelt, inwiefern sich die Ermittlerinnen mit ihrem Vorgehen an geltendes Recht gehalten haben. Natürlich verbessern sie in diesem Zuge ihre Einsätze, sie analysieren was als „auffällig“ gesehen wird und richten sich danach.

Für die, die näher mit „Iris Schneider“ und/oder „Maria Block“ zu tun hatten, war die Enttarnung oftmals auch ein persönlicher Schock und sie führte zu Verunsicherung in der Szene. Gut ist, dass sich daraus wieder eine Diskussion entwickelt hat wie wir unsere Strukturen schützen können.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Wir gehen davon aus, dass in Hamburg durchgehend vier bis fünf Verdeckte Ermittler_innen in unseren Strukturen eingesetzt sind. Die Wahrschein­lichkeit, dass jede_r von euch mindestens eine_n von ihnen kennt, ist daher sehr hoch. So ist aufgrund von Enttarnungen klar, dass parallel zu Iris Plate der Beamte Kristian Krumbeck 2003/2004 und ein Beamter unter dem Pseudonym „Yusuf Kaya“ 2003-2008 im Einsatz waren.

Wenn diese Gegebenheit ein Grund ist, Vorsicht walten zu lassen, ist das aus unserer Sicht gut. Allerdings wäre es fatal, wenn das Ergebnis dieser Erkenntnis wäre, dass politische Zusammenhänge, die jetzt sehr offen sind, das in Zukunft nicht mehr wären. Ziele/Aufgaben/Zweck der Überwachung sind nicht nur das Sammeln von Informationen, sondern je nachdem auch Aufstachlung zu „entschlossenerem“ Handeln, Einschüchterung, das Sähen von Misstrauen oder das Zersplittern von Bewegungen. Sich nicht einschüchtern zu lassen und weiterhin solidarisch mit Anderen zu kämpfen und zu leben ist also wichtig, wenn ihre Rechnung nicht aufgehen soll.

Wir glauben, dass offene Strukturen wesentlich sind, wenn es um sichtbare Gegenentwürfe zum gesellschaftlichen Mainstream und politische Umbrüche geht. Ja, dass es ohne diese gar nicht funktionieren kann. Natürlich ist die Vorstellung, dass eine Person, die ich für eine_n Freund_in, eine_n Mitstreiter_in halte, persönliche/politische Informationen über mich an die Repressions­behörden weitergibt, unangenehm und kann sogar beängstigend sein. Allerdings ist es wichtig im Auge zu behalten, dass die Schergen auch noch andere Methoden zur Überwachung haben, die sie ebenfalls ausgiebig nutzen. Seid euch bewusst, dass mit großer Wahrscheinlichkeit Informationen über euch gesammelt werden, wenn ihr politisch aktiv seid.

Was ihr tun könnt, ist einerseits es ihnen so schwer wie möglich zu machen, und andererseits mit Informationen über (eventuell) strafbare Aktionen extrem vorsichtig zu sein. Überlegt euch immer genau, was ihr wem,wo, wann, wie und warum erzählt und wenn die strafbaren Aktionen in der Vergangenheit liegen, sollte sowieso nicht darüber mit Unbeteiligten gesprochen werden, denn dies geht nur die Beteiligten etwas an. Seid euch bewusst, wo ihr euch mit wem bewegt: Bei der Planung einer Küfa z.B. ist es nicht so wichtig sicher zu wissen, dass die Leute mit denen mensch das macht keine VEs sind. Allerdings ist es dann gut, den anderen beim Kochen nicht von der nächsten kriminalisierbaren Aktion zu erzählen oder sich selbst als besonders cool darzustellen und sich mit wilden Statements zu profilieren. Das Ganze wird auch nicht sicherer, wenn ihr schon dreimal zusammen gekocht habt. Krimi­nalisierbare Aktionen sollten nicht in offenen Räumen besprochen werden und sollten nicht nur aufgrund eines „guten Gefühls“ miteinander gemacht werden, sondern aufgrund von sich kennen und eines guten Gefühls.

Wenn es darum geht, Leute für eine klandestine und kriminalisierbare Aktion zu finden, reicht es auch nicht aus, gesamte Gruppen, die mensch für vertrauenswürdig hält, anzufragen. Das ginge nur wenn ihr alle Personen aus der Gruppe kennen und für vertrauenswürdig halten würdet. Es müssen also vertrauenswürdige Einzelpersonen gefragt werden die dann ihrerseits auch weiter fragen können.

Um auszuschließen, dass eine Person ein_e Verdeckte_r Ermittler_in ist, ist es nötig, über die Person wirklich zu wissen, ob ihre Vergangen­heit/Identität stimmt, oder mindestens eine, besser mehrere Personen zu kennen, die sich für die Person verbürgen (Das heißt, zu bestätigen, dass sie wissen, dass die Person wirklich die Person ist, die sie behauptet zu sein).
Was aber bedeutet, eine_n wirklich zu kennen? Nach längerer Diskussion haben wir einige Orientierungsfragen gefunden, nach denen mensch sich richten kann. Dabei betonen wir gleich zu Beginn: Das sind Ideen und KEINE Liste die einfach „abgearbeitet“ werden kann

- Kenne ich oder andere mir bekannte Personen die Eltern und/oder Geschwister der Person? Wenn ja, wie gut? Wie oft habe/n ich oder andere mir bekannte Personen diese getroffen?
- Kenne ich leibliche Kinder der Person?
- War ich oder eine andere mir bekannte Person mit der Person auf der gleichen Schule/Berufsschule?
- Kenne/n ich oder eine andere mir bekannte Person alte Bekannte/ Schul-/ Freund_innen, Lehrer_innen, Nach­bar_innen etc. der Person ?
- Kenne ich oder kennt eine andere mir bekannte Person die Person seit min­destens 10 Jahren?
- Falls die Person lohnarbeitet: War ich schon mal auf der Arbeitsstelle? Kenne ich Arbeitskolleg_innen? Hab ich ver­schiedene Unterlagen (Arbeitsvertrag, Lohnabrechnungen etc.) gesehen?
- Mit der Person auf dem Arbeitsamt/im Jobcenter gewesen zu sein oder zusammen zu studieren ist unter Umständen nicht aussagekräftig.

Eine Frage mit „ja“ beantworten zu können ist schon mal gut, aber keine Garantie.

(mehr…)

04.02. Bullen waren in der Hafenstraße in einem unserer Häuser

[ Text gemobst auf Linksunten ]

Nachdem die Bewohner_innen der Häuser des Wohnprojekts in der Hafenstraße sich schon etwa sehr eineinhalb Jahren mit einem Belagerungszustand von Zivis und uniformierten Bullen auseinandersetzen und rassistische Kontrollen und Repressalien gegen Anwohner_innen und Passant_innen zum Alltag geworden sind, sind gestern am 4.2. die Cops ohne Angaben von Gründen in unsere Räume eingedrungen.

Nach wiederholten Kontrollen auf der Straße, Gehwegen und im Garten des Wohnprojektes sind gegen ca. 16:30 mit der Ansage „Warum wir hier sind, lest ihr morgen in der Zeitung.“ etwa 25 uniformierte Bullen in die Räume der (Hafen)-Vokü eingedrungen, haben Keller und Hausflur durchkämpt und nach rassistischen Kriterien Personalien festgestellt.
Anwesende Anwohner_innen wurden aus den Räumen gedrängt. Es gab keinen Durchsuchungsbeschluss, jeder Widerspruch wurde ignoriert und einer dazugezogenen Anwältin wurde die Auskunft verweigert. Es gab keine Festnahmen, es wurde nichts mitgenommen und nichts zerstört.
Da es schon seit einigen Tagen am späteren Nachmittag ( zwischen 16:30-17:30) zu verstärkten Übergriffen der Bullen rund um die Häuser der Hafenstraße kam, ist nicht damit zu rechnen das es bei dieser Provokation bleibt.
Spätestens im neuen Jahr präsentiert sich die Polizei als eigenmächtige agierende Gewalt. Es wirkt als wolle die Polizei dem neu eingesetztem Innensenator Grote direkt zu Amtsantritt zeigen wer auf Hamburgs Straßen das Sagen hat.

Wir solidarisieren uns mit den Beschuldigten im Zusammenhang mit der Breiten Straße Besetzung , den Betroffenen der Hausdurchsuchung vom 26.01.2016 und anderen bedrohten linken Projekten.

Insbesondere rufe wir auf zu solidarischem Verhalten bei rassistischen Kontrollen.

No Justice no Peace!!!

Eure Hafenstraße

Interview mit einer Anwohner*in zum nachhören:
https://www.freie-radios.net/74956